Mein Leben mit Adrien Brody (5)

Ein Mittwoch im März, City-Station am Kurfürstendamm, 15.40 Uhr: Ich beuge mich über ein großes Holzbrett in der Küche und zerteile rote Paprikaschoten. Das Food-Sharing-Team vom Vorabend hat eine ganze Kiste voll geschenkt bekommen. Durch die offene Tür beobachte ich Adrien Brody: Er sitzt an der Theke und unterhält sich mit Helen, einer alt gedienten Ehrenamtlichen: Sie ist mindestens Mitte siebzig und irgendwie schon immer da. „Mein Leben mit Adrien Brody (5)“ weiterlesen

Mein Leben mit Adrien Brody (4)

Adrien Brody kniet auf meinem Bett, hüpft auf und nieder und kitzelt mich durch. Der Typ spinnt doch! „Stop it, stop it!“, schreie ich. „It’s raining again“, singt Adrien. Ein Blick aus meinem Schlafzimmerfenster sagt mir, dass er leider recht hat. Es regnet mal wieder in Berlin. Mein herzallerliebster Hollywoodstar stellt das Rumgezappele auf meinem Bett für einen Moment ein und sagt: „Good women serve coffee in the morning.“ „Mein Leben mit Adrien Brody (4)“ weiterlesen

Mein Leben mit Adrien Brody (3)

Ich schlage die Augen auf und muss mich erst einmal sortieren. Es ist gestern Abend ein wenig später geworden. Ich hatte zum Glück noch eine Flasche 2012er Brunello di Montalcino im Schrank, Überbleibsel eines Sechser-Packs aus meinem letzten Toscana-Urlaub vor ein paar Jahren. Die hatte ich aufgehoben für eine besondere Gelegenheit, und ein Besuch von Adrien Brody in meiner düsteren, durchschnittlichen Küche, das kann man wohl als besondere Gelegenheit bezeichnen.

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Bitcoin-Wahnsinn beenden!

Der Bitcoin-Schwachsinn hat allein in der ersten Hälfte dieses Jahres mehr Strom verbraucht als der gesamte Staat Dänemark. Bitcoins existieren nur virtuell. Mit ihnen zu zahlen ist möglich, weil Menschen sich darauf geeinigt haben, sie als Tauschmittel zu akzeptieren. Das gilt im Prinzip auch für unser Geld. Mit einem großen Unterschied: Die Erzeugung von Bitcoins im weltweiten Netz fordert hohe Rechnerleistung – und damit Strom. „Bitcoin-Wahnsinn beenden!“ weiterlesen

Angstbewältigung 1

Was leben wir doch in herrlichen Zeiten! Gestern im Kino „Der Trafikant“: Erinnert an böse Zeiten, jene, in denen meine Eltern aufwuchsen. Während sie staatliche Willkür, Drill und Krieg durchleiden mussten, bin ich in paradiesischem Wohlstand groß geworden, in Frieden, Freiheit und Überfluss. Und was ist die Folge? Ich habe Todesangst, jeden Tag.

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